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Was kostet die Welt Fortsetzung Teil2

Das Liebste auf der Welt: Ein Kind das zufrieden, behütet und mit dem unumstößlichen Unbewusstsein in seinem Bettchen schläft.

Sicher, einen solchen Werdegang von meinem Sohn fernhalten zu können, zupfte ich nochmal die Decke über meinem Kleinen zurecht und steuerte dann der Küche entgegen.
Ein warmer Toast mit meiner Lieblingsmarmelade, ein heißer Kaffee und die Tageszeitung dazu, plus ein wenig Gelassenheit und Zeit die morgendliche Ruhe zu genießen - der Tag konnte kommen.
Ein Artikel im Wirtschaftsteil der Tageszeitung entfachte meine Neugier.

„Milliardenpleite der Landesbank. Das Aus der Bank ist besiegelt…“ stand da in großen Lettern. Da pochte mir mein Herz mal kurz ganz heftig. Auch ich war mal bei dieser Bank angestellt gewesen, konnte aber noch rechtzeitig den Arbeitgeber wechseln. „Manchmal“, dachte ich „geht das ganz schnell, mit der Pleite“.
Normalerweise fuhr ich mit der Bahn zur Arbeit, das sparte Geld, viel Geld, mindestens fünf Euro am Tag. Aber heute war mir irgendwie nicht nach Sparen zumute. Ich würde das Geld verprassen und den Luxus genießen, würde heute auf den Geruch feuchter Kleidung, fettiger Haare und schlechter Deos verzichten. Ich würde mit dem Auto fahren! Was waren schon fünf Euro gegen die Milliardenpleite der Bank. Und außerdem waren fünf Euro doch ein Spottpreis für den Luxus, noch ein halbe Stunde privat bleiben zu dürfen.
Kategorien: Aus meinem Leben | 0 Kommentare

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