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Tierfreund

Jakob führt eine Familie zusammen.

Jakobs Mama war vollauf begeistert, befand sich doch gerade der Sohn von Schnecki (oder war es doch die Tochter? So genau kann man das bei Schnecken ja nicht sagen) auf dem Weg zu ihrem Salatblatt. Das wäre ja nun eigentlich nicht so erwähnenswert, wenn dieses Salatblatt nicht mittig auf dem Esstisch in unmittelbarer Nachbarschaft des Fleischtellers gelegen hätte. Der Teller mit Grillfleisch sollte ursprünglich von der Küche in den Garten getragen werden, wo der Grill bereits glühte und der Tisch gedeckt wurde.
Der Garten war neben Schwimmbädern der Ort, an dem sich Jakob am liebsten aufhielt. Mit seinen sieben Jahren kümmerte er sich mit Vorliebe um alles im Garten, Hauptsache man konnte es ausbuddeln, ausreißen, beklettern, wegschießen, jagen oder auch mal behüten, aber letzteres eher selten.

Eigentlich war Jakob auch diesmal wieder auf dem Weg in den Garten. Zuvor sollte er jedoch das Grillfleisch von der Küche zu seinem Vater auf die Terrasse bringen. Nachdem es der Fleischteller die drei Meter bis ins Esszimmer geschafft hatte, überkam Jakob der Gedanke, jetzt aber mal ganz schnell auf Klo zu gehen.  Solche plötzlichen dringlichen Aktionen sind bei Jakob normal und bei den Eltern sowohl hinlänglich bekannt als auch akzeptiert. Nun gut, gelegentlich nervt so was auch mal, aber man hat ja keine wirkliche Wahl. 

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Kategorien: Jakobs Tagebuch | 1 Kommentar
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Das Buch

       

Jakob hat ein kleines Problem

Ein Auszug aus "Jakobs Tagebuch"

In letzter Zeit hatten sich die Ereignisse überschlagen und eine Katastrophe gab der nächsten die Klinke in die Hand. Nach dem Wasserrohrbruch folgte der Einbruch in die Wohnung von Jakobs ältestem Bruder David. Dann kam die Nachricht, dass die Wände nach dem Rohrbruch nicht richtig abtrockneten, und jetzt saß Jakob am Esstisch und produzierte ohne Unterlass Papierschnipsel. Alles in Allem zuviel für ein zart besaitetes Männerherz wie das von Jakobs Papa
Eigentlich bestand gerade heute kein Grund für Jakobs Papa kurz angebunden zu sein. Jakob war erst vor einer halben Stunde mit seiner Mama nach Hause gekommen, und jetzt war es bereits neunzehn Uhr. Da war also genug Zeit gewesen, mal etwas abzuhängen, so alleine zuhause.
Jakobs Mama hatte Jakob und Fabio, den kleinen portugiesischen Kugelblitz mit der verblüffenden Ähnlichkeit zu Ronaldo, vom Schwimmen abgeholt und war dann anschließend zu Fabios Mama gefahren um sich dort kompromisslos festzuquatschen. So wie Fabio seinem Idol Ronaldo glich (allerdings nur bezüglich Mimik. Fabio hatte noch zuviel Kinderspeck. So war er allein auf Grund seiner Statur der geeignete Angstgegner in jeder Kinderfußballmannschaft)  war Maria die fleischgewordene portugiesische Mama. Dunkle Haut, lange kohlrabenschwarze Haare, die ihren Kopf mit wallenden Locken zu einem echten Hingucker machten. Darüber hinaus war sie mit der Fähigkeit ausgestattet, zu jeder Verabredung mindestens eine halbe Stunde zu spät zu kommen, um sie dann anschließend mindestens um eine Stunde zu überziehen.
Jakobs Mama war also nun bei Maria und quatschte und Jakob spielte mit Fabio. Wenn so zwei kleine Jungs zusammen sind, dann werden schonmal die Väter bemüht, um mit dem deutlichen Hinweis auf die Abstammung die ein oder andere Supermanneigenschaft für sich zu beanspruchen.  So kann Jakobs Papa ohne Hilfsmittel über eine drei Meter hohe Mauer springen, die besten Spiegeleier braten oder besser Karate als alle bereits bekannten Kämpfer. Fabios Papa konnte auch ganz viele Sachen, aber die interessierten Jakob ehr weniger, weil sein Papa das alles sowieso besser konnte als Fabios Papa (stech, wer’s zu spät sagt, hat Pech)!

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Kategorien: Jakobs Tagebuch | 0 Kommentare
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