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Schliebmich und mein sicheres Gefühl für's Machbare

Ein neuer Tag und ein erfrischter Vorsatz "Liebe was du tust!"

7:00 Uhr
„Liebend, was ich tue“ öffne ich die Eingangstür zum Bürotrakt und quetsche mir prompt die Finger am Türrahmen.

Wer hat eigentlich gesagt, dass Türschlösser so nah an der Türlaibung montiert sein müssen, dass man den Schlüssel nur mit spitzen Fingern ins Schloss stecken kann? Vom Drehen des Schlüssels ganz zu schweigen, das geht nur, wenn man sich ganz nah an die Tür schmiegt, so dass man seitlich an den Schlüssel greifen kann, um ihn anschließend mit einer Ganzkörperkippbewegung zu drehen. Der einzige Vorteil einer solchen Montage von Türschlössern ist, dass die Tür immer schön sauber ist.
Das mit dem „Liebe, was du tust“ bekommt also bereits beim Türöffnen komplexe Schrammen. Obwohl, der Spruch hat sich bei mir mittlerweile eingeprägt, nur der Erfolg will sich noch nicht recht einstellen! Irgendwann wird es aber klappen, das mit dem „Lieben was ich mache“ wochentags zwischen 7:00 und 16:00 Uhr. Ich habe schon immer erreicht, was ich mir vorgenommen habe. Das liegt aber auch größtenteils daran, dass ich mir vornehme, was ich auch erreichen kann. Ich denke also, sobald ich mir richtig fest vornehme zu lieben, was mich zwischen 7:00 und 16:00 Uhr erwartet, wird es auch klappen, denn ich weiß ja, dass ich es erreichen kann, weil ich es mir vorgenommen habe. Oder war das eher umgekehrt? Dass ich mir etwas vornehme zu erreichen, weil ich weiß, dass ich es erreichen kann? Das wird mir jetzt aber zu kompliziert. Ich verlasse mich doch besser auf meinen Bauch und meine gesunde Einschätzung des Machbaren!

9:00 Uhr
Gregor ist noch immer nicht da. Ist bestimmt krank der Arme. Ich mache also das Fenster zu, denn langsam wird mir auch zu frisch. Hätte ich gewusst, dass Gregor nicht kommt, dann wäre das Fenster schon lange geschlossen. Da ich aber Angst hatte, jeder Atemzug mit frischer Luft könnte der letzte seiner Art für heute gewesen sein, lebte ich in dem Zwang, jeden Atemzug möglichst frisch zu genießen. Das macht mindestens 2 Punkte auf das „Liebe…“ Konto, und einen Minuspunkt, weil mir bereits seit einer halben Stunde friert.

Kategorien: Aus meinem Leben | 0 Kommentare

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