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Schliebmich

Katarina, sorry- Jolanthia- sorgt für Verwirrung. Der gesungene Name geht in die nächste Runde

Was bisher geschah

Heute sollte allerdings alles anders ablaufen. Wir, also meine liebe Kollegin und ich, hatten uns gerade hingesetzt, da höre ich, wie sie den Moderator unterbricht.
„Ich habe, bevor die Sitzung beginnt, noch einen wichtigen Punkt zu erläutern“, sagt Sie und erhebt sich dabei von ihrem Stuhl.

Es kommt eine gewisse Unruhe auf und jeder im Raum wendete sich meiner Kollegin zu, bevor sie fortfährt.
„Jeder kennt mich hier als Katarina!“ Die Anwesenden nicken zustimmend.
„Ich möchte alle Anwesenden bitten mich fortan „Jolanthia“ zu nennen.“ Die Anwesenden schweigen.
„Danke, das war’s“, beendet Jolanthia ihre Ausführungen. Die Anwesenden schauen mich an. Ich schaue zurück, starr und unbeteiligt. Die Anwesenden schauen mich weiter an. Ich zucke fast unmerklich mit den Schultern. „Verdammt, ich muss loyal bleiben“, denke ich: „Sie ist eine liebe Freundin.“ Am liebsten würde ich die anderen anbrüllen: „Mensch Leute, glotzt nicht so blöd! Ich habe ihr nichts angetan, ehrlich! Ich habe da nichts mit zu tun! Warum glotzt ihr mich an? Nur weil ich zusammen mit Jolanthia zu spät gekommen bin ….“
Aber ich glotzte weiterhin nur zurück. Wie war das mit dem Auffallen? Hatte mein damaliges großes Vorbild nicht gesagt, man solle kurz nach dem Auffallen etwas Saukluges sagen?
Der Rest (quasi aus der Not geboren) kommt jetzt wie von alleine: „Danke Jolanthia, dass du uns am Anfang der Sitzung dein Anliegen vorgetragen hast, so habe wir bereits während der Besprechung die Möglichkeit, uns an deinen neuen Namen zu gewöhnen. Ich schlage vor, wir sollten jetzt zur Tagesordnung übergehen!“, höre ich mich selber sagen.

11:30 Uhr
Die Sitzung ist vorbei und wir verlassen den Sitzungsraum.
„Und, wie fühlst du dich jetzt?“, frage ich Jolanthia.
„Gut“, sagte sie, „richtig gut!“
Das kann ich jetzt von mir nicht sagen. Vielleicht sollte ich auch mal meinen Namen singen, oder wie wäre es mit „Massmampf-Mummprotz“ ? Der Name fällt mir ganz spontan ein. Er stammt aus einem Buch, das ein Bekannter geschrieben hat. Ein Fantasie-Schinken von mehr als 600 Seiten. Ob er Tolkien Konkurrenz machen wollte, kann nicht eindeutig beantwortet werden. Aber seine Figuren haben alle tolle Namen wie „Gurvin von Gurkenstein, Urtenwart, Usenbart, Mupfkolb, Mallepfopf, Lennebar, Zwanesorf…. Ich hab da noch ca 50 weitere Namen. Bei Bedarf mach ich da mal ein Lied draus.

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