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Schliebmich -Sponsorenlauf

Talking Heads
Noch was aus der Retorte. Neues Futter ist in Arbeit!
Bei so manchen Leuten hängt nicht nur der Bauch und der Busen sondern auch noch der Verstand.

.......  Dann sehe ich die Rettung nur zwei Schritte von mir entfernt. Monika, attraktiv, intelligent, angenehm und erfrischend normal und das obwohl sie Künstlerin ist und an einem Gymnasium unterrichtet. Ja, in der Tat, so etwas gibt es! Das ist wie die Quadratur des Kreises. Zum Glück ist sie sogar erfreut mich zu sehen und lässt sich auf ein nettes Gespräch mit mir ein. Dumm ist nur, dass in unmittelbarer Nähe meine Lieblingsbevölkerungsgruppe Stellung bezogen hat. Eine kleine Gruppe dickbäuchiger,
rauchender Männer und Frauen in Unterhemden, Badelatschen und bunten Bermudas. Bei ihm hängt der Bauch und bei ihr zusätzlich noch der Busen. Als die ersten Kinder den Sponsorenlauf beginnen und an uns vorüber vom Schulhof Richtung Schulumrundung sprinten, grölt meine Bevölkerungsgruppe: „Los Kevin hopp hopp hopp, aber fall nicht aufe Nase.“ Die Menge grölt! Anschließend wird im Rudel gehustet… Nikotin, klaro. Nach ein paar Minuten kommt Kevin erneut vorbei. Sein Laufstil ist nun leider wirklich nicht besonders elegant, aber der Kleine rackert und schwitzt. „Kevin, mach hinne du lahme Missgeburt“, grölt Vatta. „Kommst ganz auf dein Alten!“, ergänzt sein Kumpel. Sie, die wo beides hängt, grölt noch hinterher: „Gib Gas, dat Schantalle ist schon ume Ecke, oder willse dat die mehr Runden läuft wie du.“
Ich kann nicht mehr und ziehe es vor mal nachhause zu fahre und meine Frau zu holen, die jetzt vielleicht mit ihrer Morgentoilette abgeschlossen hat. Im Weggehen höre ich noch die Anfeuerungsrufe meiner Lieblingsgruppe „Kevin mach nur ruhig weiter so, dann wird dat auch nicht so teuer für deinen dicken ‚Hartzer’. Für den Rest von dem Sponsorengeld gehen wir zwei dann nach Luigi nen dicken Coppa Speziale schlabbern!“
Die Kinder rennen und keuchen an mir vorbei und geben alles. Dann geht es um die Ecke. Der Schulhof weicht aus dem Blickfeld der Kinder und die Kinder aus dem Blickfeld ihrer Eltern. Abrupt stoppen die Athleten und gehen gemächlichen Schrittes weiter auf ihrer Runde. Ganz vorne sehe ich meinen Jakob wie er mit Taxim, seinem Freund mit dem er unbedingt zusammen laufen wollte, die neuesten Star-Wars Karten tauscht. Der kleine Kevin läuft alleine. Dann hält er an, beugt sich mit ausgetreckten Armen auf seine Knie gestützt nach vorne und ringt nach Luft und gegen das Kotzen. Die anderen Kinder nehmen kaum Notiz von ihm und drängeln sich links und recht an ihm vorbei. Dann läuft er wieder weiter, den nächsten dummen Sprüchen entgegen.
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