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Fortsetzung -Eine Taufe die ist lustig.-

Eine Taufe mal etwas anders gesehen.
Ein Auszug aus einer wahren Geschichte.

was bisher geschah

Also die Duftmarke war gesetzt, und um Dem endlich ein Ende zu bereiten, schnappte Jakobs Papa sich seinen kleinen Stinker und wanderte hunderte Meter durch heilige Gemäuer, um seinem Sohn die Möglichkeit zu geben, sich endlich zu erleichtern und der Geruchsbelästigung im Kirchenschiff die Quelle zu entziehen.

„Papa, es kommt nur Pipi“ „Ja dann bleibe doch noch ein wenig sitzen, das klappt dann schon“ „Papa das klappt nicht. Die Kaka kommt nicht.“

Also wurde die Aktion abgebrochen und zu den Feierlichkeiten zurückgekehrt. Zumindest hätte die Tauffeier bereits im vollen Gange sein sollen, es war ja bereits 11:15 Uhr. Stattdessen liefen mittlerweile nahezu sämtliche anwesenden Kinder zwischen den Bänken hin und her, und es war ausschließlich dem unermüdlichen Einsatz der jeweiligen Eltern zu verdanken, dass dieses Herumlaufen nicht in ein wildes Fangen oder Räuber und Gendarm-Spiel überging. Die allgemeine Stimmung wurde immer lockerer und allmählich einer Tauffeier angemessen.

Der Pfarrer, der kurz darauf die Bühne betrat, indem er versuchte, sich vor dem Altar zaghaft der ausgelassenen Menge zu nähern um sich Gehör zu verschaffen, wurde schlichtweg ignoriert. Erst Minuten später nahm der ein oder andere Notiz von seiner Anwesenheit und beschloss schweigend abzuwarten, was der Pfarrer denn nun machen würde. So trat langsam aber sicher nach Minuten endlich eine Stille ein, die es ermöglichte, mit der Tauffeier zu beginnen. Der Kaffeetrinker vom Portal hatte zwischenzeitlich sein Frühstück beendet und der Pfarrer begann mit einer endlos langen „lockeren“ Ansprache, die kaum einer verstehen konnte, denn die Akustik war auch in dieser Kirche derart miserabel, dass der komplette zum Sprachverständnis wichtige Frequenzbereich in einen undefinierbaren Sprachbrei mündete, und die Worte vom endlosen Widerhall verschluckt wurden. Das Gesagte prallte somit nahezu vollständig von den Zuhörern ab, bis auf zwei klare und deutliche Worte die sich rein und klar, da nicht elektrisch verstärkt und über die Lautsprecher unkenntlich gemacht, aus dem Klangbrei herausschälten: „Papa, Kaka muss.“

Es kommt noch besser! Erst als die Handys klingeln wird es belebt!
Demnächst hier oder vielleicht spare ich mir das für mein bald erscheinendes neues Buch auf.

Kategorien: Jakobs Tagebuch | 0 Kommentare

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