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Der Hilferuf Teil 3

Als Jakob sein Schauspieltalent im Spiegel überprüft werden sein "Machenschaften" enttarnt.

Lies zuerst was bisher geschah Teil1 und Teil2

Jetzt wo Jakobs Papa so im Flur stand und seinem Kleinen dabei beobachtete, wie er die Hilfeszene einstudierte, fiel ihm wieder ein, wie froh er gewesen war, aus dieser Sache ohne Blessuren rausgekommen zu sein. Aber diesmal sollte es keine Maus geben.

„Duuu, auch wenn Jakob gleich ruft, es ist trotzdem alles ok! Hörst du?“, rief Jakobs Papa nach unten.
„Was sagst du?“
„Ich sagte, dass wenn Jakob gleich nach seiner Mama ruft und ganz flehentlich weint, weil sein Papa mit ihm schimpfen muss, dann brauchst du trotzdem nicht zu kommen. Es ist alles in Ordnung.“
„Was?? Warum muss Jakob weinen? Bist du böse mit ihm? Hör, wenn du zu gestresst bist, dann bring ich den Kleinen ins Bett. Der Kleine soll nicht geschimpft bekommen, er soll zur Ruhe kommen und ins Bett gehen, mit guten Gefühlen und nicht weinend.“

Jakobs Mama redete sich in Rage.
„Ja, ich weiß, es ist ja auch alles in Ordnung. Ich wollte ja nur sagen, dass für den Fall, dass…!“
„Mama, Mama komm schnell, Papa ist böse mit mir, ich habe Angst vor meinem Vater, dass er noch böser wird. Hilfe Mama!“, kam es flehentlich und unter lautem, verdammt echten, Schluchzen aus dem Badezimmer. „Was denn mein Engelchen, was macht der Papa? Warte ich komme, mein Schatz, Mama kommt schon.“
Zum Glück für Papa war Jakobs Mama bereits vor seinem Hilfeflehen auf dem Weg nach oben gewesen und konnte so einen kurzen, aber dennoch sehr aussagekräftigen Blick auf ihren Sohn werfen, wie er sich selbst prüfend vor dem Spiegel seine Tränchen rausquetschte und dabei dieses unbeschreibliche Schabernackgrinsen zeigte.

Jakobs Papa und Mama stellten sich neben ihn und beobachteten ihn noch eine ganze Weile beim Theaterspielen. Offensichtlich hatte er die Beiden nicht bemerkt, so vertieft war er in seine Selbstdarstellung. Erst als Mama und Papa leise anfingen Beifall zu klatschen, drehte er sich ertappt um, und alle drei verfielen in lautes Gelächter.

Kategorien: Jakobs Tagebuch | 1 Kommentar

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Hannelore am :

Hahahahahahahaha ......., kenn`ich ! Im "tiefsten" Inneren fühle ich mich ertappt ! (,,,,,was meine Situation als Mutter angeht -anging (nä wat `n Deutsch, dat lass `isch mal so )

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